Heinz Lohmann: Wir brauchen ein zukunftsfähiges Modell zur Ärztehonorierung PDF E-Mail
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Von Gma / upr   
Freitag, 22. Oktober 2010

Ärzte und Krankenkassen sollten gemeinsam für ein modernes Honorarsystem eintreten, das statt der heutigen pauschalen Budgetfinanzierung künftig leistungsbezogene Behandlungsentgelte vorsieht. Das hat jetzt der Gesundheitsunternehmer und Vorsitzende der „Initiative Gesundheitswirtschaft“ Prof. Heinz Lohmann gefordert.

Lohmann wörtlich: „Die Folge würde sein, dass, wer künftig gute Medizin zu bezahlbaren Preisen macht, mehr verdient, wer ‚im alten Trott‘ verharrt, also schlechten Service und teure Medizin anbietet, weniger verdient.“

Einzelne Krankenhäuser hätten es vor Jahren mit der Einführung des leistungsbezogenen DRG-Entgeltsystems vorgemacht. Jetzt wären Ärzte und Krankenkassen gut beraten, wenn sie, statt sich gegenseitig öffentlich anzuklagen, gemeinsam für behandlungsbezogene Preise, Leistungstransparenz und Wettbewerb kämpfen würden. Das Motto müsse lauten: „Wer gut ist, soll wachsen dürfen, auch beim Honorar, wer schlecht ist, soll vom Markt verschwinden.“ Statt sich markige Sprüche um die Ohren zu hauen, müsse jetzt ein zukunftsfähiges Modell zur Ärztehonorierung realisiert werden. Das sei auch die Voraussetzung für institutionenübergreifende Komplexhonorare, die sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungsprozesse zusammenfassten.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 22. Oktober 2010 )
 
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