Wie die SRH Kliniken heute melden, hat sich das Unternehmen mit der Stadt Oberndorf am Neckar auf eine Übernahme des örtlichen Krankenhauses geeinigt. Der Gemeinderat traf seine Entscheidung gestern Abend einstimmig. Ab 1. Januar wird die SRH Kliniken GmbH demnach 75 Prozent der Anteile halten, die Stadt bleibt mit 25 Prozent beteiligt.
„Das Krankenhaus Oberdorf ergänzt unser Portfolio sinnvoll und stärkt unsere Stellung im Krankenhausmarkt“, sagte SRH Vorstandschef Prof. Klaus Hekking. Das Haus sei wirtschaftlich solide geführt, habe jedoch einen erheblichen Investitionsbedarf, der von der Stadt Oberndorf nicht finanziert werden könne. „Das ist die klassische Situation für Public Private Partnership im Gesundheitswesen“, so Hekking. Die SRH werde 15 Mio. Euro in die bauliche Modernisierung und in die Verbesserung der medizintechnischen Ausstattung investieren und alle 200 Arbeitsplätze erhalten. Medizinisch ist unter anderem eine enge Kooperation der 120-Betten-Klinik der Grund- und Regelversorgung mit dem Universitätsklinikum Tübingen und dem SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach geplant. Mit der Übernahme verfüge die SRH über acht Kliniken mit 2.880 Betten, einem Umsatz von 430 Mio. € und 5.600 Mitarbeitern. Die SRH Kliniken sind damit nach eigenen Angaben der siebtgrößte Krankenhausträger in Deutschland.