Heinz Lohmann: Wenn es darauf ankommt, sind öffentliche Gesellschafter vielfach lausige Unternehmer PDF E-Mail
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Von Gma   
Montag, 16. August 2010

„Wenn es darauf ankommt, sind öffentliche Gesellschafter in aller Regel lausige Unternehmer“, urteilt Prof. Heinz Lohmann, Präsident des Gesundheitswirtschaftskongresses in Hamburg. Ein harter Sanierungskurs, der vieler Orts jetzt notwendig sei, um die Überlebensfähigkeit von Krankenhäusern zu sichern, sei nicht geräuschlos zu gestalten.

Lohmann wörtlich: „Da knirscht es dann im Gebälk!“ Es gehöre viel Mut dazu, in solchen Situationen trotz der täglich länger werdenden Liste der Kritiker und Skeptiker „Spur“ zu halten. Politiker, insbesondere Kommunalpolitiker, seien bei „Gegenwind“ dann leider schnell bereit, einzuknicken und das Management „im Regen stehen zu lassen“. „Der Gesellschafter ist die Achillesferse öffentlicher Krankenhausunternehmen“, resümiert Lohmann.

Das heiß diskutierte Thema „Kommune, Kirche oder Privat: Erfolgsmodelle für Kranken-häuser“ ist Inhalt der zentralen Podiumsdiskussion auf dem 6. Gesundheitswirtschaftskongress am 1. und 2. September dieses Jahres in Hamburg. Teilnehmer der Diskussionsrunde sind: Dr. Andrea Kdolsky, ehemalige Gesundheitsministerin Österreichs, Nikolaus Koller, Präsident der Bundeskonferenz der Krankenhaus-Manager Österreichs, Ulrich Eidenmüller, Vorstandsvorsitzender der CL Clinic and Health Care Marketing AG, Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der Rhön Klinikum AG, Pastor Norbert Groß, Direktor des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes und Erwin Jordan, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Region Hannoberg GmbH.

Zum Kongress erscheint auch in der von Heinz Lohmann und Uwe K. Preusker herausgegebenen Buchreihe „Zukunft Gesundheitswirtschaft“ der gleichnamige Titel: „Kommune, Kirche oder Privat: Erfolgsmodelle für Krankenhäuser“ im medhochzwei-Verlag. Mit einem neuen Band gehen die beiden Herausgeber ein heftig umstrittenes Thema an: Kommunale, freigemeinnützige und private Krankenhausträger betonen alle, dass gerade ihr Konzept das überlegene sei. Doch was ist an diesen Behauptungen Ideologie, was hat davon Substanz? Das Buch stellt im Anschluss an einen einführenden Überblick über den Krankenhausmarkt verschiedene Sanierungs- und Modernisierungsprojekte aus den Bereichen kommunaler, freigemeinnütziger und privater Trägerschaft aus der Sicht der jeweiligen Akteure vor und bewertet die Ergebnisse. Berücksichtigt werden dabei auch weitere Modelle außerhalb des einfachen Dreier-Schemas „kommunal – freigemeinnützig – privat“, so etwa der Sonderweg der Universitätskliniken, Stiftungsunternehmen mit ihren spezifischen Stärken und Bedingungen sowie der Verbund von Klinik-Unternehmen als eine gerade in den letzten Jahren im kommunalen Bereich immer häufiger genutzte Form der Weiterentwicklung in Trägerschaft und Management von Krankenhäusern. Mit diesem Ansatz bietet das Buch ein kompaktes Kompendium der aktuellen Modelle für Trägerschaft und Führung von Krankenhäusern. Autoren sind u.a. Bracht/Bornemeier, Honsel, Wewel, ter Haseborg, Jaeger, Paeger, Debatin, Hoppenheit, Mischer, Hartwig, Wandschneider, Penter, Rong.

Jeweils aktuelle Informationen zum Kongress und dessen Programm gibt es – ab sofort mit den Vortragstiteln – im Internet unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de

Letzte Aktualisierung ( Montag, 16. August 2010 )
 
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