| WIdO-Fehlzeiten-Report veröffentlicht |
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| Von Gma | |
| Donnerstag, 5. November 2009 | |
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Der jetzt vom Wissenschaftlichen Institut der Ortskrankenkassen (WIdO) veröffentlichte Fehlzeitenreport 2009 zeigt deutlich, das krankheitsbedingte Fehlzeiten im Jahr 2008 erneut zugenommen haben. Die 9,7 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmer waren 2008 durchschnittlich jeweils 17 Tage krankgeschrieben. 2007 waren es noch 16,3 Tage. Für die Zunahme der Fehlzeiten seien neben einem Anstieg von Krankheiten des Atmungssystems die seit Jahren zunehmenden Fälle psychischer Erkrankungen verantwortlich. Diese verursachen dem Report zufolge zugleich die längsten Ausfallzeiten. Fehle ein Arbeitnehmer aufgrund einer Atemwegserkrankung durchschnittlich 6,4 Tage, seien es bei einer psychischen Erkrankung 22,5 Tage. Die Erkrankung stelle sowohl für Betroffene als auch für das Unternehmen eine große Belastung dar. Der Fehlzeiten-Report 2009 zeigt auf, wie Unternehmen die Gesundheitsressourcen der Mitarbeiter stärken und Belastungen am Arbeitsplatz reduzieren können. „Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. So stieg die Zahl der von psychischen Erkrankungen verursachten Arbeitsunfähigkeitsfälle seit 1995 um 80 Prozent“, so Helmut Schröder, Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports 2009 und stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Bei Frauen nehmen den Angaben zufolge Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen mit 11,1 Prozent bereits den dritten Rang ein (Männer: 6,3 Prozent). Frauen litten am häufigsten unter depressiven Erkrankungen, während sich bei Männern verstärkt psychische Folgeprobleme des übermäßigen Alkohol- und Tabakkonsums zeigten. Mit steigendem Alter nehme die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen zu. Der Blick auf einzelne Branchen offenbare zudem erhebliche Unterschiede: In der öffentlichen Verwaltung sowie im Dienstleistungsbereich entfielen jeweils 11,2 Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle) je 100 AOK-Mitglieder auf psychische Erkrankungen. Bei Banken und Versicherungen seien es 10,6, im Baugewerbe 5,2 Fälle. Gründe für den starken Anstieg der Fehlzeiten in Folge psychischer Erkrankungen sieht der Report unter anderem in der rasanten Entwicklung der Arbeitswelt und den damit einhergehenden veränderten Anforderungen an Mitarbeiter und Betriebe. So seien Belastungen wie Nacht- und Schichtarbeit geblieben, neue wie berufliche Mobilität und erhöhter Termin- und Leistungsdruck kämen dazu. Zu erwarten sei eine weitere Erhöhung der Anforderungen durch die derzeitige wirtschaftliche Situation. |
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