| Versagen unsere Sicherungsmechanismen? |
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| Von Uwe K. Preusker | |
| Dienstag, 28. August 2007 | |
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Sich lockernde oder gar brechende Hüftendoprothesen, Knie-TEPS, die nicht zementiert werden, weil die Ärzte des Englischen nicht mächtig sind, das alles in einem Krankenhaus, das nach dem Landes-Krankenhausplan eigentlich gar keine Chirurgie und Orthopädie haben soll - und über lange Zeiträume hat es niemand gemerkt. Wir haben eine staatliche Krankenhausplanung, die den Kliniken sagt, was sie tun sollen und dürfen. Wir haben eine externe Qualitätssicherung, die darauf achtet, wie sich die Qualität in den Kliniken entwickelt - und bei Qualitätsmängeln per "strukturiertem Dialog" eingreift. Wir haben gesetzliche Krnakenkassen, die nicht nur in der externen Qualitätssicherung mitreden, sondern die Qualitätsberichte der Kliniken veröffentlichen und integrierte Versorgungsverträge abschließen, um integrierte - besonders gute - Qualität für ihre Versicherten zu erhalten. Denkste - alle diese Sicherungssysteme haben im Falle der Sankt-Hedwigs-Klinik versagt - erst als künstliche Gelenke reihenweise sich lockerten oder gar brachen, kam das Ganze ans Tageslicht und in die öffentliche Diskussion. Keines der Systeme, die dem Patienten einen Mindeststandard an Qualität im deutschen Gesundheitssystem garantieren sollen, hat funktioniert! Das lässt Schlimmes vermuten, denn was in einem Krankenhaus in Berlin nicht funktioniert, kann ebenso in Hamburg, München oder Passau versagen! Die Systeme zur Sicherung der Qualität in unserem Gesundheitssystem bedürfen offensichtlich schnellstens der Qualitätssicherung oder der grundlegenden Erneuerung - sonst könnte es passieren, dass wir morgen schon Sankt Hedwig überall haben! |
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 28. August 2007 ) |
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