| War was? Der Wochenrückblick: Arzthonorar-Wahlkampf |
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| Von upr | |
| Montag, 23. Februar 2009 | |
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Man spürt es deutlich: Der Wahlkampf ist bereits eröffnet! Nicht gerade auf der Bundesebene - da beschäftigt man sich noch überwiegend mit der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise. Aber auf der Landesebene mehren sich die Zeichen: Im Herbst werden die politischen karten neu gemischt! Der Bayerische Gesundheitsminister Markus Söder machte dazu den Anfang: Sowohl die Reform der Vertragsarzt-Honorierung als auch den Gesundheitsfonds will er am liebsten rückgängig machen. Ersteres über eine Bundesratsinitiative möglichst sofort, den zweiten Schritt einschließlich einer - nicht näher beschriebenen - „grundlegenden Reform des Gesundheitswesens“ - dann nach einer gewonnenen Bundestagswahl im Herbst - mit neuem Partner. Laumann will „Reform der Reform“ Doch die Honorarreform ist ja ein Lehrstück der aktuellen Gesundheitspolitik: Da wollte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zusammen mit dem Koalitionspartner CDU/CSU nach langen Jahren der Budgetierung und der Übertragung des Morbiditätsrisikos auf die Vertragsärzte Abhilfe schaffen - durch mehr Geld in Milliardenhöhe und die Rückverlagerung des Morbiditätsrisikos auf die Krankenkassen. Gleichzeitig wollten Gesundheitspolitik, Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband jedoch auch die immer noch bestehenden Honorar-Ungleichheiten zwischen alten und neuen Bundesländern ausgleichen. Allen wohl und niemandem wehe Und die Tatsache, dass jetzt die Kassen den Löwenanteil des Morbiditätsrisikos zu tragen haben, wird in der aktuellen Diskussion um massenhaft drohende Pleiten von Praxen in bestimmten Facharztgruppen schlicht vergessen. Hinzu kommt: Alle Zahlen sind derzeit - wenige Wochen nach Beginn der neuen Euro-Gebührenordnung für Vertragsärzte - noch Schätzungen - die erste echte Abrechnung folgt erst nach Ende des ersten Quartals! Was war noch? Ganz nebenbei ist etwas festgestellt worden, was die in der Gesundheitsbranche Tätigen schon immer wussten: Die Gesundheitswirtschaft erweist sich als äußerst konjunkturresistent - Gesundheitsleistungen werden eben auch nachgefragt, wenn es sonst eher verhalten zugeht in unserer Wirtschaft! Schade nur, dass diese Erkenntnis so schnell wieder verloren geht, wenn die Wirtschaftskrise vorbei ist. Dann spätestens werden Ausgaben für die Gesundheit aus der Sicht vieler wieder das sein, was sie lange ausschließlich waren: Kosten! Doch wenn diese Diskussion das nächste Mal kommt, werden die Vorkämpfer für die Gesundheitswirtschaft hoffentlich daran erinnern, wie viel Geld und Garantien der Staat aus unser aller Steuermittel bisher allein für die Rettung der Hypo Real Estate (HRE) bereitgestellt hat: mehr als 100 Milliarden Euro - und damit etwa doppelt so viel wie die GKV im Jahr 2007 für die gesamte stationäre Versorgung ihrer Versicherten ausgegeben hat (51,1 Milliarden Euro)! |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 23. Februar 2009 ) |
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