Nachrichten aus der Gesundheitspolitik
Eine ausgewanderte Ärztin kostet eine Million Euro
Dienstag, 15. September 2009

Die Auswanderung qualifizierter Arbeitskräfte verursacht erhebliche Belastungen der öffentlichen Haushalte und Sozialkassen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das ifo Institut jetzt veröffentlicht hat. Im Rahmen der Studie wurden Berechnungen anhand zweier typischer Beispielfälle vorgenommen, in denen die Wissenschaftler die öffentlichen Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben den Ausgaben für Bildung, Infrastruktur, Renten und andere Sozialleistungen gegenübergestellt haben. Im Beispiel einer 30-jährigen Ärztin, die während der Facharztausbildung ins Ausland geht, komme es durch die Auswanderung im Saldo zu entgangenen Einnahmen von 1,075 Millionen Euro (Barwert 2008), so das ifo Institut.

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Studie zeigt mögliche Wege zu verminderter Pflegebedürftigkeit auf
Donnerstag, 10. September 2009

Wie der Branchendienst Klinik Markt inside heute berichtet, zeigt eine jetzt veröffentlichte Studie des Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhls für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen, die im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) erstellt wurde, Wege zur Minderung der in den letzten Jahren dramatisch ansteigenden Pflegebedürftigkeit auf. Prof. Dr. Jürgen Wasem, Leiter des Lehrstuhls, ist sich sicher: „Wenn für die Krankenkassen die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit attraktiv gemacht würde, könnten die Lebensqualität von tausenden Menschen verbessert und wertvolle finanzielle Ressourcen sinnvoller verwendet werden“.

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Bundessozialgericht: Abgeschlossene Weiterbildung in der Herzchirurgie reicht nicht für Zulassung
Donnerstag, 10. September 2009

Das Bundessozialgericht (BSG) hat noch nicht abschließend entscheiden können, ob Ärzte mit der Gebietsbezeichnung „Herzchirurgie“ für dieses medizinische Fachgebiet zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen werden können. Der für das Vertragsarztrecht zuständige 6. Senat ist allerdings der Auffassung des LSG Nordrhein-Westfalen nicht gefolgt, wonach die betroffenen Ärzte allein wegen des Abschlusses ihrer Weiterbildung auf dem Gebiet der Herzchirurgie zugelassen werden müssen (Az.: B 6 KA 35/08 R und B 6 KA 36/08 R, Verhandlung vom 02.09.2009). Das meldet der Hintergrunddienst "Klinik Markt inside".

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Anteil der Kliniken in privater Trägerschaft mittlerweile bei fast 30 Prozent
Mittwoch, 9. September 2009

Der Anteil der Krankenhäuser in privater Trägerschaft ist in Deutschland zwischen 1993 und 2007 deutlich gestiegen. Dies geht aus der heute veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke mit dem Titel „Situation der stationären Versorgung in bundesdeutschen Krankenhäusern“ hervor. Danach erhöhte sich der Anteil dieser Krankenhäuser von 16,2 Prozent im Jahr 1993 auf 29,7 Prozent im Jahr 2007. Das meldet der Hintergrunddienst "Klinik Markt inside".

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Krankenkassen erzielen im 1. Halbjahr 2009 einen Überschuss von 1,2 Mrd. Euro
Montag, 7. September 2009

Wie das Bundesministerium für Gesundheit heute mitteilte, haben die gesetzlichen Krankenkassen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 einen Überschuss von rd. 1,2 Mrd. Euro erzielt. Einnahmen in Höhe von 85,0 Mrd. Euro standen demnach Ausgaben in Höhe von 83,8 Mrd. Euro gegenüber. Bei allen Kassenarten waren in den Monaten Januar bis Juni die Einnahmen höher als die Ausgaben. Mit Ausnahme der Ersatzkassen, die im 1. Halbjahr nur mit einem geringen Plus abschlossen, konnten alle übrigen Kassenarten ihre Überschüsse gegenüber dem 1. Quartal dieses Jahres noch steigern.

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„Fangprämien“ / DKG, BÄK und KBV: Kein Platz für Bestechung - Clearingstelle geplant
Freitag, 4. September 2009

Die Deutschen Krankenhausgesellschaft, die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben im Anschluss an ihr heutiges Spitzengespräch betont, dass für Bestechung und Korruption im Gesundheitswesen kein Platz sein dürfe. Wörtlich heißt es in der gemeinsamen Erklärung der drei Organisationen: „Das berechtigte Vertrauen der Patienten in eines der besten Gesundheitswesen der Welt darf nicht weiter erschüttert werden.“ Gleichzeitig riefen sie zu einer Versachlichung der Debatte auf: Die Vorwürfe der vergangenen Tage, dass Ärzte und Kliniken in großem Stil mit Prämienzahlungen für die Einweisung von Patienten arbeiten würden, seien überzogen. Das meldet der Hintergrunddienst "Klinik Markt inside".

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